Radwoche Neusiedler See

Jedes Jahr im Mai oder Juni, je nach Kalender, Lust und Laune, begibt sich die Ätsch auf große Radtour an den Neusiedlersee, wo drei Tage lang von Podersdorf aus die Gegend erkundet wird. Treffpunkt für die Tour ist der Löwe am Südbahnhof, wo sich alle Kinder, die Ätsch-LehrerInnen Gudrun und Karl, sowie der eine oder andere Elternteil als Begleitperson einfinden. Die Aufregung ist jedesmal groß, neue Fahrräder, Helme, Tachometer und andere extra-coole Rad-Gadgets werden bestaunt, diskutiert, verglichen. Schnell verfliegt die Zeit und bevor man sich’s versieht, sind die Räder im Zug verladen und die zurückbleibenden Eltern winken am Bahnsteig der abfahrenden Truppe hinterher.
Nach rund 45 min Zugfahrt steht die erste sportliche Etappe auf dem Programm: Über Wald und Feld, vorbei an blühendem Mohn und gelbem Weizen geht die Reise mit voller Wadel-Power zur Fährenanlegestelle. Nach 1,5 Stunden ist das Ziel erreicht, und während gemeinsam auf das Eintreffen der Fähre gewartet wird, bleibt Zeit zum Spielen, in den See hüpfen und Jause schmausen. Spätestens wenn alle mit Sack und Pack die Fähre über den Neusiedlersee erklommen haben und die Möwen kreischend das ablegende Boot begrüßen, stellt sich ein Gefühl von Ferien, Freiheit und Abenteuer ein. In Podersdorf angekommen gibt’s schnell einen Abstecher ins Quartier – Zimmer werden bezogen, Partypläne geschmiedet, Snacks und Zuckerl getauscht. Gleich danach: Ab ins Podersdorfer Schwimmbad, rein in die Badehose und ins kühle Nass!
Tag zwei ist traditionellerweise der Fahrt an den Zicksee gewidmet: Die Gruppe teilt sich in echte Radfreaks, die keine Herausforderung scheuen und eine extra-lange Strecke zum See in Angriff nehmen. Radteam zwei ist eher an Geschwindigkeit interessiert, frei nach dem Motto „Je schneller, desto Platsch!“ Die Normalstrecke zum See soll in Rekordzeit absolviert werden. Und wirklich, nach nur 43 Minuten heftigstem in die Pedale treten ist das Ziel trotz Informationsstopps bei lokalen Fischern und Trinkpausen erreicht. Team drei setzt auf „gleiten statt hetzen“, fährt, genießt und kommt entspannt im Schwimmbad an, wo die große Wasserrutsche und das wohlverdiente Freiluft-Buffet auf die Ankömmlinge wartet. Eine tolle Leistung von allen Kindern – und ganz besonders von den jüngsten TeilnehmerInnen!
Radeln, Schwimmen, Plantschen, Pick-Nick’s – die drei Tage vergehen wie im Flug. Nicht selten gibt es auch wahre Abenteuer zu überstehen – in Form von echten burgenländischen Sommergewittern. Zurück in Wien sind alle Beteiligten um viele schöne Erfahrungen (und einen nicht unerheblichen Teil Muskelkraft) reicher. Podersdorf – wir kommen!